##  Pfadnavigation

1. [ Startseite ](/)
2. [ Kollegin KI ](/podcast/kollegin-ki)
3. Die Vision des autonomes Unternehmens: SAP und KI-Agenten

# Die Vision des autonomes Unternehmens: SAP und KI-Agenten

            **Podcast:**

   [Kollegin KI](/podcast/kollegin-ki)

              **Erscheinungsdatum:**

   1. September 2026

            **Länge:**

   00:43:58

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://kollegin-ki.podigee.io/71-autonome-unternehmen-wenn-ki-die-firma-ubernimmt)

 ![Autonome Unternehmen: Wenn KI die Firma übernimmt](https://www.botcaster-production.undpaul.work/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-09/26c4405d-f548-4d97-8016-ebcb6920e1b1.jpg.webp?itok=diTybRy2)

###   Autonome Unternehmen: Wenn KI die Firma übernimmt

   1. September 2026 · [Kollegin KI](/podcast/kollegin-ki)

Wie sieht ein autonomes Unternehmen aus, in dem KI die Geschäftsprozesse steuert? SAPs CAIO Jonathan von Rüden erklärt die Vision und wie KI-Agenten die Arbeitswelt verändern werden. In der neuesten Folge des Podcasts [*Kollegin KI*](https://www.botcaster.de/podcast/kollegin-ki), produziert von Podstars by OMR, spricht Host Max Mundhenke mit ihm über die tiefgreifende Transformation, die KI in einem der weltweit größten Softwarekonzerne auslöst. Das Gespräch dreht sich um die Strategie des Autonomous Enterprise, bei dem KI nicht nur assistiert, sondern ganze Abläufe übernimmt. Jonathan erläutert, warum SAP bewusst auf eine flexible Multi-Modell-Strategie setzt, wieso junge Talente die wahren KI-Treiber sind und wie die nächste Stufe der KI in der physischen Welt der Robotik aussehen wird. Diese Episode ist ein Muss für Entscheider und alle, die verstehen wollen, wie KI die Kernprozesse von Unternehmen fundamental neu gestaltet.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Die Vision des autonomen Unternehmens:** SAP arbeitet darauf hin, dass KI-Agenten Geschäftsprozesse teil- oder vollautonom steuern. Das Ziel ist nicht, Menschen zu ersetzen, sondern ihnen den Freiraum für strategische und kreative Aufgaben zu geben.
- **Flexibilität vor Anbieterbindung:** SAP setzt auf eine modellunabhängige KI-Architektur. Statt sich an einen Anbieter wie OpenAI oder Anthropic zu binden, wird für jeden Anwendungsfall das am besten geeignete LLM ausgewählt - ein entscheidender Vorteil für Kosten, Leistung und Datensouveränität.
- **Juniors als KI-Treiber:** Entgegen der verbreiteten Annahme, dass KI vor allem Junior-Positionen bedroht, sieht Jonathan junge Mitarbeitende als zentrale Innovationstreiber. Sie bringen eine unbelastete, KI-native Perspektive mit und hinterfragen bestehende Prozesse.
- **Von SaaS zu AaaS:** Die Zukunft von Unternehmenssoftware liegt laut Jonathan nicht mehr nur im Software-as-a-Service, sondern im Agents-as-a-Service (AaaS). Kunden erhalten intelligente, autonome Agenten als fertige Dienstleistung für spezifische Aufgaben.
- **Die nächsten Grenzen der KI:** Die Entwicklung wird sich auf drei Bereiche konzentrieren: eine durchdachte Datenstrategie, die Integration von KI in die physische Welt durch Robotik und der transformative Sprung durch Quantencomputing.

## SAPs Strategie für das autonome Unternehmen

Als Anbieter von ERP-Software, die die Kernprozesse unzähliger globaler Unternehmen steuert, sitzt SAP auf einem riesigen Datenschatz. Diese einzigartige Position ist die Grundlage für die Vision des Autonomous Enterprise. Jonathan von Rüden erklärt, dass es darum geht, Prozesse so intelligent zu gestalten, dass sie sich selbst steuern und optimieren. Ein praktisches Beispiel ist die Lieferkette: Wenn eine Störung auftritt, analysiert ein KI-Agent selbstständig historische Daten, Wettervorhersagen und Verkehrsflüsse, um nicht nur das Problem zu melden, sondern direkt Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Der Mensch greift erst zur finalen Entscheidung ein. Das zentrale Interface für diese neue Interaktion ist der KI-Assistent Joule, der als neuer Engagement Layer für alle SAP-Anwendungen fungiert und sogar in der Lage ist, dynamisch Benutzeroberflächen zu generieren.

## Warum eine flexible KI-Architektur so entscheidend ist

Ein zentraler Pfeiler der SAP-Strategie ist der bewusste Verzicht auf ein eigenes, grundlegendes Sprachmodell. Jonathan betont, dass der Markt der LLMs sich so rasant entwickelt, dass eine Bindung an ein einziges Modell ein großes Risiko wäre. Stattdessen hat SAP eine flexible Architektur geschaffen, die es ermöglicht, je nach Anwendungsfall das optimale Modell zu wählen. Ob es um die Kreativität von OpenAIs Modellen, die Sicherheit von Anthropic, die Effizienz von Mistral aus Frankreich oder die Lösungen von Cohere aus Kanada geht - die Plattform wählt dynamisch das passende Werkzeug aus. Dieser Ansatz schützt nicht nur vor einem Vendor-Lock-in, sondern ermöglicht es auch, auf geopolitische Entwicklungen oder den Ausfall eines Anbieters zu reagieren und die Datensouveränität der Kunden zu wahren, indem Daten in europäischen Rechenzentren verarbeitet werden.

## Vom Junior zum Innovator: Wie KI die Arbeitswelt bei SAP verändert

Die Sorge, dass KI vor allem Einstiegspositionen überflüssig macht, teilt Jonathan nicht. Im Gegenteil: Er beobachtet bei SAP, dass gerade junge Talente, die frisch von der Universität kommen, die größten Innovationen anstoßen. Ihre KI-native Denkweise führt dazu, dass sie Probleme von Grund auf anders angehen und keine Scheu haben, etablierte Prozesse mit KI-Lösungen radikal zu vereinfachen. Sie agieren als Katalysatoren für den Wandel. Um diese Transformation zu beschleunigen, investiert SAP gezielt in KI. Budgets, beispielsweise für Dienstreisen, werden umgeschichtet, um den Fokus voll auf die Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen zu legen. Alle Entwickler sind standardmäßig mit KI-Coding-Assistenten ausgestattet, um die Produktivität zu steigern und sich auf die Architektur statt auf repetitiven Code zu konzentrieren.

## Die Zukunft als Agents-as-a-Service

Max Mundhenke wirft die Frage auf, ob KI Software-Unternehmen wie SAP überflüssig machen könnte, wenn sich jeder sein eigenes ERP-System per Prompt generieren kann. Jonathan hält das für unrealistisch. Der wahre Wert einer SaaS-Lösung liege nicht nur in der ursprünglichen Erstellung der Software, sondern in der kontinuierlichen Wartung, der Gewährleistung von rechtlicher Konformität über Ländergrenzen hinweg und der Sicherheit. Kein Unternehmen sollte diese komplexen Standardprozesse selbst entwickeln wollen. Stattdessen sieht er die Evolution von Software-as-a-Service (SaaS) hin zu Agents-as-a-Service (AaaS). Anstatt nur eine Software bereitzustellen, liefert SAP zukünftig intelligente Agenten, die eigenständig Aufgaben wie die Rechnungsprüfung oder die Kundenkommunikation als fertige, betriebene Dienstleistung übernehmen.

## Was bringt die KI-Zukunft laut SAP?

Auf die Frage nach einem Blick in die Glaskugel skizziert Jonathan drei zentrale Entwicklungsstränge. Erstens wird die Bedeutung einer durchdachten Datenstrategie exponentiell wachsen. Jedes Unternehmen müsse seine einzigartige Coca-Cola-Rezeptur - sei es spezielles Prozesswissen oder ein besonderer Kundenservice - identifizieren und in einer Weise strukturieren, die es KI-Systemen als Kontext zur Verfügung stellen kann. Zweitens wird KI zunehmend die physische Welt erobern. SAP arbeitet hier eng mit Roboterherstellern wie Neura Robotics zusammen, um den Maschinen den nötigen Geschäftskontext zu geben. Ein Roboter lernt so nicht nur, ein Paket zu bewegen, sondern auch, warum er es an einen bestimmten Ort bringen muss. Drittens stellt das Quantencomputing den größten langfristigen Hebel dar. Sobald Quantencomputer in der Lage sind, die komplexen Berechnungen von KI-Modellen effizient durchzuführen, erwartet er einen sprunghaften Anstieg in der Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit von KI.

## Praktische Schritte für den KI-Einsatz im Unternehmen

1. **Täglich experimentieren und lernen:** Jonathans wichtigster Appell lautet: Nutze KI jeden Tag. Nur durch kontinuierliches Ausprobieren bauen Mitarbeitende und Unternehmen das nötige Wissen und die Intuition auf, um das volle Potenzial der Technologie zu erschließen.
2. **Eine eigene Datenstrategie entwickeln:** Identifiziere die einzigartigen Daten und Prozesse, die dein Unternehmen von der Konkurrenz abheben. Überlege dir, wie du dieses Wissen so aufbereiten kannst, dass es als wertvoller Kontext für KI-Agenten dienen kann.
3. **Auf eine flexible Infrastruktur setzen:** Vermeide es, dich vollständig von einem einzigen KI-Anbieter abhängig zu machen. Eine flexible Architektur, die den Wechsel zwischen verschiedenen Modellen erlaubt, sichert langfristig Unabhängigkeit und Effizienz.
4. **Talente von unten fördern:** Sieh deine jungen Mitarbeitenden nicht als diejenigen, die durch Automatisierung ersetzt werden, sondern als deine wichtigsten Innovatoren. Gib ihnen den Freiraum und die Werkzeuge, um mit KI zu experimentieren und bestehende Abläufe neu zu denken.

---

 version="1.0" encoding="UTF-8"?
      .st0 {
        fill: #010101;
      }

      .st1 {
        fill: #b0c0b3;
      }

      .st2 {
        fill: #3b3a3b;
      }

      .st3 {
        fill: #3a3a3a;
      }

      .st4 {
        fill: #5e7185;
      }

      .st5 {
        fill: #f9eddd;
      }

      .st6 {
        fill: #000100;
      }

      .st7 {
        fill: #aebeb3;
      }

      .st8 {
        fill: #fefefe;
      }

      .st9 {
        fill: #7f93a8;
      }

      .st10 {
        fill: #f8f0df;
      }

      .st11 {
        fill: #fbf0df;
      }

      .st12 {
        fill: #afbfb2;
      }

      .st13 {
        fill: #f7eedd;
      }

      .st14 {
        fill: #fdfdfd;
      }
                                                                                   Botcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  KI-Agenten und Automatisierung  ](/podcasts/themen/ki-agenten-automatisierung)
- [  KI-Strategie  ](/podcasts/themen/ki-strategie)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  In dieser Episode von „Kollegin KI“ empfängt Host Max Mundhenke den CAIO von SAP, Jonathan von Rüden. Als Verantwortlicher für den gesamten KI-Bereich des wertvollsten börsennotierten Unternehmens Deutschlands gibt er tiefe Einblicke in die KI-Strategie des Softwaregiganten. Im Mittelpunkt steht die Vision des „Autonomous Enterprise“: Dank agentischer KI und dem internen Assistenten Joule sollen Geschäftsprozesse von der Lieferkette bis zum Kundensupport zunehmend semi-autonom oder vollautomatisch ablaufen. Von Rüden betont, dass KI den Menschen nicht ersetzt, sondern von zeitraubenden Routineaufgaben befreit. Ein faszinierender Einblick in die Zukunft von SaaS, Multi-LLM-Architekturen und Physical AI.

Das sind die Themen der „Kollegin KI“-Episode mit Jonathan von Rüden:

KI-Transformation im Fokus: Wie SAP den Wandel von lokaler Software hin zu cloudbasierter, KI-getriebener Innovation vollzieht.

Zugang für alle: Warum bei SAP alle Beschäftigten KI-Assistenten nutzen, um eigene Use-Cases im Arbeitsalltag zu entdecken.

SAPs KI-Assistent: Wie „Joule“ über Chat und generative Interfaces eine neuartige Interaktion mit Unternehmensdaten ermöglicht.

Flexibilität als Strategie: Wieso SAP nicht auf ein einziges LLM, sondern dynamisches Model-Routing zur Kosten-Nutzen-Optimierung nutzt.

Souveränität bei Ausfällen: Wodurch SAP beim Thema KI sich vor den Folgen geopolitischer Verwerfungen schützen will.

Juniors als KI-Treiber: Warum gerade Berufseinsteiger\*innen SAP durch ihre unvoreingenommene, AI-native Herangehensweise bereichern.

Investitionen-Shift: Welche KI bei SAP dazu geführt hat, Budgetprioritäten und Ressourcen neu auszurichten.

Autonomous Enterprise: Wie sich durch den Einsatz autonomer Agenten komplexe Lieferketten-Probleme oder Support-Anfragen künftig präventiv und effizient lösen lassen.

Mensch und Maschine: Wodurch KI dem Management konkret mehr Zeit für strategische Entscheidungen verschafft.

Agents und Legacy-Systeme: Wie KI bei SAP hilft, veraltete und schlecht dokumentierte Software in den Griff zu kriegen.

Von SaaS zu AaaS: Warum sich Software-as-a-Service gerade zu Agents as a Service wandelt und was das für SAP-Kunden bedeutet.

Sicherheitslücken: Warum es keine Spitzen-KI-Modelle braucht, um Software-Schwachstellen bereits im Entwicklungsprozess aufzuspüren.

Bedeutung einer Datenstrategie: Warum Prozesswissen und geschäftseigene Daten das wertvollste Fundament für künftige KI-Anwendungen sind.

Physical AI: Wie die Verknüpfung von KI mit Robotik Agenten aus der digitalen direkt in die physische Arbeitswelt bringen wird.

Weiterführende Links:

Der Chatbot zur Folge: [https://bio.to/KolleginKI\_Chatbot](https://bio.to/KolleginKI_Chatbot)

Jonathan bei Linkedin: <https://www.linkedin.com/in/jonathan-von-rüden-30983a73/>Max bei Linkedin: <https://www.linkedin.com/in/tomkraftwerk/>

Produktion: Podstars by OMR