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# Quality Sprint: Mit Workshops festgefahrene Qualitätsprobleme lösen

            **Podcast:**

   [Software Testing &amp; Qualität - Testautomatisierung, KI &amp; Agilität](/podcast/software-testing-qualitaet-testautomatisierung-ki-agilitaet)

              **Erscheinungsdatum:**

   1. September 2026

            **Länge:**

   00:26:27

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://www.richard-seidl.com/de/podcast/quality-sprint-workshop)

 ![Quality Sprint: Wie ein Workshop Qualitätsprobleme löst - Pia Wiedermayer, Roman Kirchmeier](https://www.botcaster-production.undpaul.work/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-09/fd71cac6-747d-4708-8968-71ae36539cae.jpg.webp?itok=Ntbm5jN8)

###   Quality Sprint: Wie ein Workshop Qualitätsprobleme löst - Pia Wiedermayer, Roman Kirchmeier

   1. September 2026 · [Software Testing &amp; Qualität - Testautomatisierung, KI &amp; Agilität](/podcast/software-testing-qualitaet-testautomatisierung-ki-agilitaet)

Hartnäckige Qualitätsprobleme, an denen Teams seit Jahren kauen, erfordern oft mehr als nur ein weiteres Assessment-Dokument. Der Quality Sprint, ein Workshop-Format von Pia Wiedermayer und Roman Kirchmeier, bietet einen pragmatischen Ausweg. In der neuen Folge des Podcasts [*Software Testing &amp; Qualität*](https://www.botcaster.de/podcast/software-testing-qualitaet-testautomatisierung-ki-agilitaet) erklärt Host Richard Seidl gemeinsam mit seinen Gästen, wie dieser kompakte Workshop funktioniert. Im Zentrum steht die Idee, alle Betroffenen an einen Tisch zu bringen, durch strukturierte Interviews ein gemeinsames Problemverständnis zu schaffen und am Ende konkrete Schritte zu definieren, die wirklich im eigenen Wirkungsbereich liegen. Die Episode beleuchtet, warum diese offene Gesprächsrunde oft erst die wahren Gemeinsamkeiten aufdeckt und wie der Transfer der Ergebnisse in den Arbeitsalltag gelingt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der Quality Sprint:** Es handelt sich um einen kompakten, meist eintägigen Workshop, der als Alternative zu langwierigen Qualitäts-Assessments konzipiert ist. Ziel ist es, schnell und pragmatisch ins Handeln zu kommen.
- **Alle an einen Tisch:** Der Erfolg des Formats hängt entscheidend davon ab, dass alle relevanten Stakeholder teilnehmen - von der Entwicklung über das Testing und Product Ownership bis hin zum Business und Betrieb. Eine reine Testabteilungs-Runde ist wenig zielführend.
- **Öffentliche Interviews als Kernstück:** Statt stiller Zettelsammlung finden strukturierte Interviews in der gesamten Gruppe statt. Jede Rolle berichtet von ihren Herausforderungen, während die anderen aktiv zuhören. Das schafft Empathie und deckt gemeinsame Pain Points auf.
- **Fokus auf den eigenen Wirkungsbereich:** Anstatt sich in Problemen zu verlieren, die man nicht beeinflussen kann, konzentriert sich der Workshop darauf, kleine, umsetzbare Maßnahmen zu finden, die das Team selbst in der Hand hat. Das motiviert und bricht die Resignation auf.
- **Nachhaltigkeit durch Follow-up:** Der Workshop endet nicht mit einer Liste von Ideen. Konkrete Maßnahmen werden mit Verantwortlichen benannt, und ein Follow-up-Termin stellt sicher, dass die Umsetzung nicht im Alltagsstress untergeht.

## Was ist der Quality Sprint und warum ist er nötig?

Viele Unternehmen kämpfen mit hartnäckigen Qualitätsproblemen, sei es eine hohe Zahl an Produktionsfehlern, ineffiziente Prozesse oder eine mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Abteilungen. Klassische Assessments dauern oft Wochen oder Monate und münden in umfangreichen Berichten, die selten zu konkreten Verbesserungen führen. Aus dieser Frustration heraus entwickelten Pia, Roman und ihre Kollegen von den [Quality Elevators](https://www.quality-elevators.ch/) das Format des Quality Sprints. Wie Roman erklärt, war der Antrieb, eine pragmatische Methode zu schaffen, die an einem einzigen Tag zu umsetzbaren Ergebnissen führt. Anstatt die Welt zu verändern, liegt der Fokus darauf, drei oder vier konkrete nächste Schritte zu definieren, die das Team sofort angehen kann. Qualität wird dabei ganzheitlich betrachtet und umfasst nicht nur die Software, sondern auch Prozesse, Werte und die Zusammenarbeit der Menschen.

## Die Vorbereitung: Wer gehört an den Tisch?

Eine entscheidende Voraussetzung für einen erfolgreichen Quality Sprint ist die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe. Pia betont, dass es essenziell ist, Vertreter aller betroffenen Bereiche an einem Tisch zu versammeln. Ein Problem im Testing ist selten nur ein Problem des Testings. Daher gehören Entwickler, Product Owner, Business-Analysten, Betriebs- und Support-Mitarbeiter ebenso in den Workshop. Nur durch diese Vielfalt an Perspektiven entsteht eine fruchtbare Diskussion und ein ganzheitliches Verständnis der Herausforderungen. Die ideale Gruppengröße liegt laut den Experten bei etwa 10 bis 12 Personen. So wird sichergestellt, dass jeder zu Wort kommt und sich einbringt, ohne dass die Diskussion von einigen wenigen dominiert wird. Eine größere Gruppe würde das Risiko bergen, dass leisere Stimmen untergehen oder manche Teilnehmer aus Resignation schweigen.

## Der Ablauf des Workshops: Von Interviews zu gemeinsamen Problemen

Der Quality Sprint unterscheidet sich bewusst von einer klassischen Retrospektive. Statt dass jeder für sich Post-its schreibt, werden strukturierte Interviews geführt. Ein Moderator befragt gezielt einen Vertreter einer Rolle, zum Beispiel aus dem Fachbereich, während alle anderen Teilnehmer aufmerksam zuhören - ohne zu kommentieren oder zu werten. Pia erläutert, dass dieser Ansatz Empathie fördert und Silodenken aufbricht. Das Ziel ist, wirklich zu verstehen, wie die Situation aus der Perspektive der anderen aussieht. Die wichtigsten Pain Points aus jedem Interview werden visualisiert. In 95 % der Fälle zeigt sich dabei ein überraschender Effekt: Obwohl die Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschildert werden, erkennen die Teilnehmer, dass sie im Kern über dieselbe Sache sprechen. Diese Erkenntnis schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl und bildet die Basis für die gemeinsame Lösungsfindung.

## Vom Problem zur Lösung: Konkrete und umsetzbare Maßnahmen finden

Nachdem die gemeinsamen Pain Points identifiziert und geclustert sind, beginnt der schwierigste, aber wichtigste Teil: die Entwicklung konkreter Maßnahmen. Hier kommt die Moderationserfahrung der Quality Elevators ins Spiel. Roman erklärt, dass es ihre Aufgabe ist, die Gruppe von der typischen Haltung Da können wir eh nichts machen, das war schon immer so wegzuführen. Der Fokus wird gezielt auf den eigenen Wirkungsbereich gelenkt: Was können wir als Gruppe, hier und jetzt, nächste Woche ändern? Um die Ideen zu priorisieren, wird oft die Eisenhower-Matrix verwendet, die Maßnahmen nach Aufwand und Wirkung sortiert. Gesucht werden vor allem Quick Wins - kleine Schritte mit großer Wirkung. Dieser Ansatz motiviert die Teilnehmer, weil sie sehen, dass sie selbst etwas bewegen können, auch wenn es nur kleine Verbesserungen sind.

## Wie der Transfer in den Alltag gelingt

Ein Workshop allein löst keine Probleme, wenn die Ergebnisse danach versanden. Deshalb legen Pia und Roman großen Wert auf die Nachhaltigkeit. Am Ende des Quality Sprints werden nicht nur Maßnahmen definiert, sondern auch klare Verantwortliche (Owner) benannt. Wichtig dabei ist, so Pia, dass der Owner die Umsetzung treibt, sie aber nicht allein stemmen muss. Der entscheidende Hebel ist ein fester Follow-up-Termin, der etwa ein bis zwei Wochen nach dem Workshop stattfindet. In diesem Termin fragen die Moderatoren gezielt nach dem Fortschritt. Dieses freundliche Nachhaken schafft Verbindlichkeit und hilft dem Team, auch bei berechtigten Hindernissen dranzubleiben und gemeinsam Lösungen zu finden. Ergänzend erhalten die Kunden einen Abschlussbericht, der die Ergebnisse zusammenfasst und durch die Perspektiven der nicht am Workshop beteiligten Quality-Elevators-Mitglieder angereichert wird.

## Praktische Schritte für deinen eigenen Quality Sprint

Wenn du das Format selbst ausprobieren möchtest, kannst du dich an folgenden Schritten orientieren:

1. **Problem definieren und Stakeholder identifizieren:** Kläre, welches hartnäckige Qualitätsproblem du angehen möchtest, und überlege, wer davon direkt oder indirekt betroffen ist.
2. **Die richtige Gruppe zusammenstellen:** Lade eine repräsentative Gruppe von 10 bis 12 Personen aus allen relevanten Bereichen zu einem halben oder ganzen Workshop-Tag ein.
3. **Strukturierte Interviews durchführen:** Führe nacheinander Interviews mit Vertretern der verschiedenen Rollen. Der Rest der Gruppe hört aktiv zu, um die Perspektiven zu verstehen. Halte die wichtigsten Pain Points für alle sichtbar fest.
4. **Gemeinsamkeiten finden:** Clustere die gesammelten Pain Points und identifiziere die übergreifenden Kernthemen, die alle betreffen. Dies schafft ein gemeinsames Problembewusstsein.
5. **Umsetzbare Maßnahmen erarbeiten:** Brainstorme konkrete, kleine Schritte, die im direkten Einflussbereich der Gruppe liegen. Priorisiere diese (z. B. nach Aufwand und Wirkung) und benenne für jede Maßnahme einen verantwortlichen Owner.
6. **Follow-up sicherstellen:** Setze direkt einen Folgetermin in ein oder zwei Wochen an, um den Fortschritt zu besprechen und die Verbindlichkeit zu gewährleisten.

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  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Testen und Qualität  ](/podcasts/themen/testen-qualitaet)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

   Hartnäckige Qualitätsprobleme, an denen Unternehmen seit Jahren kauen, löst man nicht mit einem 15-seitigen Assessment-Dokument. Mit Pia Wiedermayer und Roman Kirchmeier spreche ich über das Format "Quality Sprint": ein kompakter Workshop-Tag, bei dem alle Betroffenen an einem Tisch sitzen, in strukturierten Interviews zuhören, was die anderen wirklich beschäftigt, und am Ende konkrete Schritte definieren, die tatsächlich im eigenen Wirkungsbereich liegen. Was mich dabei besonders beschäftigt: die Interviews finden bewusst in der großen Runde statt, denn oft genug merken alle erst dabei, dass sie eigentlich über dasselbe Problem reden. Wie der Transfer danach klappt und warum das Follow-up mindestens so wichtig ist wie der Workshop-Tag selbst, erzählen Pia und Roman aus ihrer gemeinsamen Erfahrung mit den Quality Elevators.